Erlebnispädagogische Kurse – Fortbildungen – Methoden
„Gebt den Kindern Gelegenheit sich zu entdecken (…) Lasst sie Triumph und Niederlagen erleben (…) Weist ihnen verantwortlich Aufgaben zu, bei denen zu versagen, den kleinen Staat gefährden heißt (…) Übt die Phantasie.“ Kurt Hahn, aus „Salemer Gesetze“
Was ist Erlebnispädagogik (EP)
Grundsätzlich kann man EP als eine handlungsorientierte Methode begreifen, die durch exemplarische (möglichst praktische) Lernprozesse, (junge) Menschen vor physische, psychische und/oder soziale Herausforderungen stellt.
Dadurch werden diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und dazu befähigt ihre Lebenswelt (selbst)verantwortlich zu gestalten. EP wird dabei nicht nur in der Arbeit mit jungen Menschen, sondern zunehmend auch in der Erwachsenenbildung (z. B. Teamtraining) und der Arbeit mit beeinträchtigten Menschen eingesetzt. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist die EP auch ein wichtiger Bestandteil der informellen Bildung, welche meines Erachtens eine wesentlich höhere Bedeutung hat wie ihr gemeinhin zugestanden wird. Das „Lernen über Umwege“ ist einer der Kernpunkte jeder erlebnispädagogischen Methode. Die wichtigsten Ziele der EP versprechen die Abdeckung breit gefächerter Kompetenzen aus allen Lebensbereichen (im Sinne einer ganzheitlichen Förderung und Bildung wünschenswert und zukunftsträchtig).
Alles eine Frage des Transfers !? Von A nach B oder Wohin?
Die EP als eigenständige pädagogische Methode wird von vielen (auch einflussreichen) Pädagogen nicht nur positiv
gesehen, sondern auch kritisch betrachtet und hinterfragt. Ihre Sinnhaftigkeit, vor allem aber ihre Wirkung auf das „wahre“, „echte“ Leben werden immer wieder in Frage gestellt. Für mich, als Erlebnispädagoge, ist der Nutzen der EP vor allem eine Frage des Transfers. Transfer im erlebnispädagogischen Sinn meint hier die Übertragung der gemachten Erfahrungen (und des erlebten und erlernten) in die tatsächliche Lebenswelt der TeilnehmerInnen. Nicht nur die angewandten Methoden müssen auf die zu erreichenden Ziele für das praktische Alltagsleben ausgerichtet sein, sondern eine unterstützende, reflektierende (direkt oder indirekt) Prozessbegleitung durch den anleitenden Pädagogen (oder Trainer/Coach) ist unbedingt notwendig. Der so wichtige Transfer kann hierbei nach der Ausführung eines Projektes (einer Aufgabe), besser aber selbst- und fremdreflektorisch bereits während Aktion einsetzen. Letzteres gilt als wesentlich nachhaltiger. Dies
funktioniert umso besser, je enger die strukturelle Beziehung eines Projektes/einer Aktion/einer Aufgabe zu Strukturen und Erfordernissen des Alltags passt. Abschließend möchte ich erwähnen, dass die EP sicherlich kein Allheilmittel für die vielfältigen Problemlagen des Alltags ist. Flankierend zu anderen pädagogischen und/oder therapeutischen Methoden und professionell angeleitet kann sie aber zielgerichtet sehr erfolgreich eingesetzt werden.
Mein Ansatz – Was ich biete! Von der Fortbildung bis zum Teamtraining
Ausgehend von diesen Grundüberlegungen biete ich Kurse und Fortbildungen für Menschen an, welche in der sozialen
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen engagiert sind. Also vom Erzieher bis zum Lehrer oder Sozialpädagogen. Alle Kurse sind handlungsorientiert ausgelegt und sollen Grundkenntnisse der jeweiligen erlebnispädagogischen Methoden – und der dazugehörenden Didaktik - vermitteln. Natürlich kann der ein oder andere Kurs auch für “Nichtpädagogen” gewinnbringend sein. Welche Kurse und Fortbildungen aktuell im Angebot sind erfahren sie, wenn sie dem Link “Kurse/Fortbildungen” folgen, oder die dazugehörige Seitenkategorie aufrufen.
Zusätzlich biete ich gezielte Teamtrainings oder einfache Gruppentouren aus den unterschiedlichsten
erlebnispädagogischen Feldern an. Alle diese Trainings und Touren eignen sich für spontane “private” Gruppen genauso wie für fest strukturierte, formelle Gruppen, also z.B. Schulklassen, Sportteams und Teams aus dem Arbeitsleben. Die Trainings und Touren werden dabei jeweils auf ihre eigenen Wünsche und Anforderungen angepasst. Was alles möglich ist erfahren sie, wenn sie dem Link “Touren & Training” folgen oder die entsprechende Kategorie aufrufen.
„Wenn ich mein Leben noch mal leben könnte, würde ich versuchen mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen. Ich würde bis zum Äußersten gehen. Ich würde alberner als bei diesem Trip sein. Ich würde weniger hygienisch sein. Ich würde mehr Chancen wahrnehmen. Ich würde mehr Berge besteigen, in mehr Flüssen schwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten. Ich würde mehr Eis und weniger Spinat essen. Ich würde mehr aktuelle Probleme und weniger eingebildete haben. (…)“ Nadine Stair, 85 Jahre, Marathonläuferin


